VerFühret beim ersten Kinder- und Jugendchorwettbewerb des CVFS Diashow

Die Spannung bei den rund 200 Kindern in der Marbacher Stadthalle war fast mit Händen zu fassen. Sechs Kinder- und zwei Jugendchöre hatten sich am Mittag gemeinsam mit ihren Chorleitern und Chorbetreuern bei einem Kurzworkshop mit dem Freiburger Komponisten und Musikpädagogen Uli Führe „eingegroovt“. Zuvor hatte die 15-jährige Annemarie aus Steinheim als neutrale Helferin die Auftrittsreihenfolge im Wettbewerb ausgelost.

Nach einem Grußwort von Bürgermeister Jan Trost erläuterte Moderatorin Claudia Weise die Teilnahmebedingungen, die für gleichermaßen für die Kinder- wie für die Jugendchöre galten: Jeder Chor tritt mit drei Liedern auf, eines davon sollte ein (deutsches) Volkslied sein. Playback-CD als instrumentale Unterstützung war erlaubt, ebenso die Begleitung am Keyboard oder auch am Xylophon. Die Jury, bestehend aus Uli Führe (Vorsitz), der Vizepräsidentin sowie dem stellvertretenden Jugendverbandschorleiter des Schwäbischen Chorverbands, Irmgard Naumann und Holger Frank Heimsch, bewerteten jede Chorpräsentation nach vier Kriterien: Musikalisches Können, Chorklang, Liedauswahl sowie die Bühnenpräsenz. Darunter fallen die Konzentrationsfähigkeit der jungen Sänger, die Interaktion mit dem Chorleiter sowie die spürbare Freude am Singen. Gemeinsam mit vielen Zuschauern verfolgte auch der gesamte Vorstand des Chorverbands Friedrich Schiller das Wertungssingen; Verbandsjugendchorleiterin Larissa Schwarzenberger trat selbst mit über 30 Kindern aus Bietigheim und Markgröningen in einem Gemeinschaftschor an. Ganz kleine Ensembles aus fünf oder sechs Kindern, ein reiner Mädchenchor wie die „Crazy Voices“ aus Oberstenfeld, bis zum „gestandenen“ 40-köpfigen Unterstufenchor des Marbacher Friedrich-Schiller-Gymnasiums – so vielfältig wie die Chorformationen war auch das Programm aus bekannten Volksliedern, Kanons, Popsongs und speziellen Kinderliedern.

Die Jury brauchte nicht lange, um ihr Urteil zu verkünden:

In der Kategorie „Kinderchöre“ erzielten die „Little Voices“ des Liederkranzes Oberstenfeld (Leitung: Timea Toth) den ersten Platz. Die Singing Kids des Sängerkranzes Bietigheim und der Kinderchor des Liederkranzes Markgröningen (Leitung: Larissa Schwarzenberger) belegten gemeinsam mit den „Burgfinken“ des KSV Hoheneck (Leitung: Jasmin Zahn) und dem Schulchor der Grundschule Hoheneck (Leitung: Conny Dodillet) Platz zwei. Die Bronzemedaille ging an den Kinderchor des Liederkranzes Löchgau (Leitung: Jenia Keller). Auch der vierte Platz wurde zweimal vergeben: an die Lolly-Pops des GV Eintracht Tamm (Leitung Ruth Ewert) und an den Kinder- und Jugendchor Oppenweiler, geleitet von Meiken Schönefeld.

In der Kategorie „Jugendchöre“ gewann der von Cornelius Mader geleitete Unterstufenchor des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Marbach den ersten Platz vor den „Crazy Voices“ aus Oberstenfeld mit ihrer Dirigentin Timea Toth.

Alle Teilnehmerchöre erhielten neben einer Urkunde eines der begehrten Liederbücher des renommierten Helbling-Verlags; die Gewinner bekamen dazu einen CD-Satz, der viele Anregungen zur Erweiterung des Repertoires bietet. Unabhängig von den Platzierungen – das war Chefjuror Uli Führe wichtig – haben alle gewonnen, die an diesem Kinder- und Jugendchorwettbewerb des Chorverbands Friedrich Schiller teilgenommen haben: die Musiker kamen inspiriert und begeistert aus Führes Chorleiterworkshop, die Betreuer erfuhren durch Matthias Wallisch wichtige Grundlagen aus Recht und Spielepädagogik für ihre weitere Arbeit. Und die Kinder hatten vor allem eines: Freude am Singen im Chor – gegen- und miteinander!

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht: Claudia Weise